Offene Kategorie und die C-Klassen
Die meisten Bau-Einsätze finden in der sogenannten offenen Kategorie statt – dem Bereich mit dem geringsten Risiko, in den Standard-Drohnenflüge fallen. Innerhalb dieser Kategorie ordnet die EU Drohnen anhand ihrer CE-Klasse ein: C0, C1, C2, C3 und C4.
Grob gilt: C0 sind sehr leichte Drohnen unter 250 g, C1 bis rund 900 g, C2 bis etwa 4 kg, C3 und C4 sind schwerere Geräte. Die Klasse steht als Kennzeichnung am Gerät und bestimmt, in welchen Unterkategorien (A1, A2, A3) Sie mit welchem Abstand zu Personen fliegen dürfen.
Warum C1 und C2 gefördert werden
Die BG-BAU-Drohnenprämie fördert Drohnen der Klassen C1 und C2. Diese Klassen treffen den praktischen Bedarf auf der Baustelle: leicht genug für flexible Inspektionen, aber mit ausreichend Kamera-, Sensor- und Windstabilität für belastbare Aufnahmen an Dach und Fassade.
In Verbindung mit dem A2-Drohnenführerschein erlauben C2-Drohnen zudem geringere Abstände zu unbeteiligten Personen als schwerere Geräte – ein echter Vorteil im beengten Baustellenumfeld. Deshalb sind C1/C2 der Zuschnitt, den die Förderung adressiert.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Achten Sie darauf, dass die Drohne eine Modell mit C1- oder C2-Kennzeichnung ist – nur dann ist sie förderfähig. Diese Kennzeichnung ist am Gerät angebracht und in den Herstellerangaben ausgewiesen. Ein Gerät ohne gültige C-Klasse fällt in strengere Abstandsregeln und ist für die Prämie nicht geeignet.
Maßgeblich ist die gültige C1- oder C2-Kennzeichnung am Gerät – nicht, ob das Modell namentlich auf der BG-BAU-Beispielliste steht (die Liste ist ausdrücklich nicht abschließend). Aktuelle, geeignete Modelle stellen wir weiter unten vor, vom kompakten Allrounder bis zur Profi-Vermessungsdrohne. Nicht förderfähig sind dagegen Drohnen der Klassen C0, C3, C4, C5 und C6, reine Zusatzsoftware, Sonder- und Zusatzausstattung sowie gebrauchte Drohnen. Achten Sie zusätzlich auf Kameraqualität, Flugzeit und Wetterfestigkeit für Ihren Einsatz.
Preisrahmen und Förderung
Als Orientierung liegen förderfähige C1-/C2-Drohnen etwa bei 1.000–8.000 € netto – je nach Kamera, Sensorik und Ausstattung. Das ist eine unverbindliche Schätzung, keine feste Preisangabe.
Über die BG-BAU-Prämie erhalten Mitgliedsbetriebe 50 % der Anschaffungskosten zurück, maximal 2.000 € pro Jahr und Betrieb (Stand: Juli 2026). Bei einer Drohne für rund 3.000 € netto bedeutet das grob 1.500 € Förderung – die genaue Summe zeigt Ihnen der Förder-Rechner.




