Warum Dachinspektion per Drohne
Das Betreten von Dächern gehört zu den riskantesten Arbeiten im Handwerk – Abstürze zählen zu den häufigsten schweren Unfällen am Bau. Eine Drohne verlagert die Sichtprüfung an den Boden: Der Fachmann steuert das Gerät und beurteilt Schäden am Bildschirm, ohne selbst in die Höhe zu müssen.
Für Dachdecker bedeutet das nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch weniger Aufwand: Kein Aufbau von Gerüst oder Hubsteiger nur für eine erste Begutachtung, keine langen Rüstzeiten für ein schnelles Schadensbild.
So läuft ein Einsatz ab
Vor dem Flug prüfen Sie Wetter, Umfeld und Sicherheitsabstände und stellen sicher, dass Registrierung, Versicherung und passender Führerschein vorliegen. Dann steigt die Drohne auf und überfliegt das Dach systematisch – First, Kehlen, Anschlüsse, Rinnen und Kamin lassen sich aus mehreren Winkeln erfassen.
Die Aufnahmen entstehen als Foto und Video, oft mit Zoom für Detailschäden. Anschließend werten Sie das Material am Rechner aus, markieren Befunde und übergeben eine anschauliche Dokumentation an den Kunden – ideal als Grundlage für Angebot und Beauftragung.
Nutzen für den Betrieb
Der praktische Gewinn ist doppelt: Sicherheit für das Team und Tempo im Ablauf. Schadensfälle lassen sich schneller einschätzen, Angebote fundierter erstellen und Arbeitsergebnisse sauber belegen – ein Vorteil auch bei Versicherungs- und Gewährleistungsfragen.
Weil die Drohne Höhenarbeit reduziert, passt sie genau zum Präventionsgedanken der BG BAU. Die Anschaffung einer förderfähigen C1-/C2-Drohne wird über die Drohnenprämie mit 50 % bezuschusst (max. 2.000 €/Jahr).
Häufige Fragen
Lohnt sich eine Drohne für die Dachinspektion?
Für viele Dachdecker ja: Sie erhöht die Sicherheit, spart Rüstzeit für Gerüst oder Hubsteiger und liefert eine belastbare Bilddokumentation für Kunden, Versicherung und Gewährleistung.
Was brauche ich rechtlich für eine Dachinspektion per Drohne?
Eine registrierte Drohne (LBA-Betreiberregistrierung), eine gültige Haftpflichtversicherung und einen passenden Führerschein – im bebauten Umfeld meist den A2. Vor jedem Flug prüfen Sie Wetter und Sicherheitsabstände.
Wird die Drohne für die Dachinspektion gefördert?
Ja, sofern es sich um eine C1-/C2-Drohne handelt und Ihr Betrieb BG-BAU-Mitglied ist: 50 % der Anschaffungskosten, maximal 2.000 € pro Jahr, zusammen mit A2-Schein und LBA-Anmeldung.